Ich sehe was, was Du nicht siehst

Eckhardt Nickel:"Spitzweg" (Verlag Piper) | 2.12.2022
Was ist Kunst? Was sagt sie uns? Über uns selbst, unsere Geschichte, unsere Wünsche und Träume, unsere dunklen Seiten?  Was sieht man, wenn man ein Gemälde betrachtet, und was sehen die Anderen? Was steckt dahinter? Gibt es eine Botschaft?
Mit dem "Hagestolz" von Spitzweg ist das so eine Sache. Drei junge Menschen, die sich gar nicht, wenig oder obsessiv mit Kunst beschäftigen, stellt die Spätromantik, eine Ausstellung im städtischen Musem, das Verschwinden eines Geäldes und nicht zuletzt die Liebe auf eine seltsame Probe. In einem Zeitalter ohne Handy, Laptop und Spielkonsole gibt es viel Raum für Langeweile und philosophische Lebensfragen. Man geht noch raus, trifft sich unverabredet, ist einander zugewandt oder versucht sich gegenseitig eins auszuwischen ...
Die drei Außenseiter lassen sich auf ein Experiment ein, ein Vexierspiel und Schelmenstück, das am Ende die Gimmicks der Gegenwart überstrahlen wird. Die Einsicht, dass nichts ist, wie es ist, und man sich selbst nicht immer trauen kann, kommt so erstaunlich daher wie das  Mysterium der Jugend und die Erkenntnis, dass wir alle nur ein Abbild unserer Existenz sind.
Großartig! Schön schrullig, mit viel klugem Witz und Charme ein Finger in die Wunde der Eitelkeit gelegt!
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Unbedingt lesen!

Die Lunte brennt!

Robert Menasse:"Die Erweiterung" (Suhrkamp Verlag) | 29.11.2022
Der goldene Helm des Nationalhelden Skanderbeg soll dem Ministerpräsidenten Albaniens endgültig zu gerechtem Stand und (Beitritts-)Status verhelfen. Die historische Kopfbedeckung liegt zwar in einem Wiener Museum, lässt sich aber wunderbar als Kopie vervielfältigen. Und glänzender und größer soll der Helm ohnehin sein. Der arme Schmied, der sich dieser Aufgabe annimmt, landet im Gefängnis, den Burschen, die ihm an dunkler Ecke den Helm entwendet haben, droht ebenfalls nichts Gutes. Während Europol nach der goldenen Mütze, die gleich zweimal verschwindet fahndet, der albanische Ministerpräsident versucht auf einer Kreuzfahrt die Außenminister der EU-Mitgliedstaaten doch noch für die albanische Erweiterung zu gewinnen, überschlagen sich die Ereignisse. Warum will der polnische Ministerpräsident Albanien partout nicht mit im "europäischen Boot" haben? Wegen Korruption, der albanisch-italienischen Mafia, der "blauen Banane" oder aus ganz persönlichen Gründen? Sein einstmals bester Freund und Mitkämpfer im polnischen Untergrund jedenfalls, sitzt in Brüssel und versucht alles, um den "Blutsbruder" von damals umzustimmen. Aus den beiden Freunden sind erbitterte Feinde geworden, der Verlauf der gemeinsamen Geschichte verkehrt sich ins Gegenteil.
Und viele Köche verderben den Brei! Je mehr für oder gegen den Beitritt Albaniens arbeiten, umso diffuser wird das Unterfangen, und bald weiß keiner mehr, um was eigentlich wirklich geht.
Ein herrliches Verwirrspiel und ein tiefer Einblick in die Machenschaften der Europäischen Union und die Geschichte Albaniens. Zwischen Brüssel und dem Balkanstaat wird die Jagd nach dem goldenen Helm ein politisches und kulturelles Kabinettstückchen, das seinesgleichen sucht ...
Großartig, umwerfend komisch und sehr erhellend!
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Unbedingt lesen!

Shalom und habe die Ehre!

Shelly Kupferberg: "Isidor" (Verlag Diogenes) | 18.11.2022
Ein jüdisches Leben zwischen den Kriegen. Vom Habsburgerreich über Israel nach Wien wird die Geschichte des charismatischen Parvenü, Lebemann und Schöngeist Dr. Isidor Geller erzählt. Schlechter Ehemann, großzügiger Liebhaber, Berater des österreichischen Staates, Kunstsammler, Opernfreund und Millionär. Für kurze Zeit jedenfalls. Der assimilierte Kommerzialrat wird am Ende nicht reich genug sein, das eigene Leben in Gold aufzuwiegen. Doch bevor die Nazis den Anschluß ans Deutsche Reich erzwingen, die Wiener Kaffeehäuser "hunde- und judenfrei" werden, sich nach Amerika rettet wer kann, erzählt Shelly Kupferberg die Novelle einer schillernde Figur der Zwanziger Jahre. Auf den Spuren Ihres Großonkels, lässt sie die auferstehen, die schon längst vergessen sind und Revue passieren, was in den obersten Kreisen Wiens damals en vogue war. Ein Entwicklungsroman vom "Hans im Glück" zur "Pechmarie". Vom Aufstieg und Fall eines klugen Mannes, der am Ende nicht klug genug war...

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Unbedingt Lesen!

Luis Trenker Sechs Punkt Null

Michael Ostrowski: "Der Onkel" (Verlag Rowohlt) | 15.11.2022
Weil Bruder Sandro im Koma liegt, kehrt Mike nach siebzehn Jahren Abstinenz in den Schoß der Familie zurück. Kein Dach überm Kopf, auf der Flucht vor den abgezockten Geldeintreibern und pleite eh, bis auf die weißen Lederboots. Passt!
Der Gattin Gloria unter die Arme greifen (oder sonstwo hinlangen), die verzogenen Rotzgören unter die kriminellen Fittiche nehmen, sich im schicken Haus mit Pool ausbreiten. Ganz nach Mikes Geschmack. Und wo der hintritt, da wächst kein Gras mehr. Nicht beim Spießerbullen Udo gegenüber und auch sonst bleibt kein Stein auf dem anderen. Während der Mike das Leben der "gschissenen Bagage", die ihm schon immer auf die Tatzen gegangen ist, auseinandernimmt, kommt kriminelle Energie von allen Seiten. Nichts ist, wie es scheint, und betrogen wird, dass sich die Balken biegen. Der komatöse Bruder hat allerhand Leichen im Keller, die Mike ganz fix in Cash umzuwandeln gedenkt. Irgendwann kennt sich keiner mehr aus und eine irre Talfahrt nimmt ihren Lauf. Es wird hoch gepokert, gelogen, gewatscht, gepudert und geschnackselt, gesoffen und ordentlich "Schnee geschaufelt". Doch auch Mike hat ein Herz. Und das ist Trumpf! Und so geht sich am Ende doch noch alles ganz gut aus. Jedenfalls wenn man es aus der richtigen Perspektive betrachtet. So wie die Geschichte mit dem Habicht im Hühnerstall ... Kennen Sie nicht? Na dann: Gemma!
Herrlich! Großartig! Völlig irre und absurd - ein Trip im Ford Escort durch die Siebziger Jahre. Das fetzt!
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Unbedingt lesen!

Keiner fliegt übers Kuckucksnest!

Cormac McCarthy: "Der Passagier" (Verlag Rowohlt) | 29.10.2022

1980 in Mississippi: Ein Bergungstaucher, ein Flugzeugfrack, ein Passagier der in den Tiefen des Ozeans abhanden gekommen ist. Zwerge und Schimären, ein fehlender Flugschreiber und das FBI. Eine Irrenanstalt und der gesamte Kosmos paralleler Welten. Eine unmögliche Liebe und die Frage, ob Trauer jemals aufhört. Die Erfindung der Atombombe, der Wunsch nach Moral und die Gewissheit, dass der Mensch sein eigener schlimmster Feind ist und jeder nur Passagier auf einem Flug, einem Ritt durch die Zeit . Das Leben ist kurz. Carpe diem.
Den Berufstaucher Bobby Western lässt McCarthy durch alle Höhen und Tiefen des Lebens gehen, auf der Suche nach Wahrheit, Vergebung und dem Sinn des Lebens.  Gibt es die bestmögliche aller Welten?  Stellt Wissenschaft oder Zufall dem Leben die Weichen?
Heiliger Bimbam! Ist das ein irres Buch! Bisschen Thomas Pynchon, bisschen Foster Wallace und jede Menge Cormac McCarthy. Schön abgründig und düster. Herrlich schräg und abgedreht. Großartig übersetzt von Nikolaus Stingl. Dieser Teufelskerl McCarthy schickt uns einmal quer durch die Hölle. Vom lärmenden New Orleans, auf verlassene Ölplattformen über dunkle Landstraßen und sumpfige Einöden. Eine rauschhafter Trip durch unwegsame Landschaft und menschliches Bewusstsein.
Und der zweite Teil folgt bald! Ich kann es kaum erwarten!
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Unbedingt lesen!


Des Teufels General!

Castle Freeman:"Ein Mann mit vielen Talenten" (Verlag Hanser) | 27.10.2022
Mal als Dandy, mal als Lude oder reicher Edelmann verkleidet, kommt der schlitzohrige Dangerfield in die Einöde des Vermonter Hinterlands - um sich die Seele von Langdon Taft zu schnappen. Der eigenbrötlerische Alkoholiker und ehemalige Lehrer steckt fest in der Sackgasse des Lebens und hat die Schnauze gestrichen voll. Von sich selbst und allem, was von seinem armseligen Dasein noch übrig geblieben ist. Da kommt ihm der Abgesandte des Gehörnten mit seinem verführerischen Angebot gerade recht. Noch sechs Monate und dann ist Schluss mit lustig. Dafür darf er sich alles wünschen, darf machen, was er schon immer tun wollte. Nichts ist unmöglich! Dangerfield stattet ihn mit "diversen Talenten" aus, die Taft nochmal so richtig auf Kurs bringen. Doch statt Frauen, Geld und noch mehr Alkohol, wird Taft abstinent, überrascht sich und alle, die schon seit Jahren einen großen Bogen um ihn machen.  Er befreit das Tal von geführchteten Schlägertypen und Bösewichten, rettet Leben, schickt windige Immobilienhaie in die Wüste und schreckt auch sonst vor keiner guten Tat zurück. Und hat jede Menge Spaß dabei! Dem Teufel passt das gar nicht und Dangerfield und seine Handlanger scheitern kläglich. Wie sich der faustsche Pakt nach abgelaufener Zeit in Luft auflöst und Taft dem Teufel ein Schnippchen schlägt, ist so großartig, dass es einem vor Lachen die Schuhe auszieht. In den Wäldern von Vermont jedenfalls hat das Böse keine Chance. Herrlich! Himmlisch! Ein Heidenspaß! Und so unglaublich gut von Dirk van Gunsteren übersetzt! Ganz, ganz großes Kino auf nur 175 Seiten! Überirdisch!
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Unbedingt lesen!

Das Leben will gelebt werden!

Ian McEwan:"Lektionen" (Verlag Diogenes) | 16.10.2022
Wie wäre Rolands Leben verlaufen, wäre nicht die erste Lektion ein jugendlicher Missbrauch gewesen? Hätte er eine andere Frau geheiratet und kein Kind großgezogen? Der Klavierlehrerin und Mozart treu geblieben anstatt Jazz und "Mampfmucke" zu spielen? Und was wäre ohne die Lektionen im Internat aus ihm geworden? Hätte er seine Eltern retten können, die die Familie in das brüchige Fundament einer großen Lebenslüge eingebettet haben? Und wie wäre die Welt ohne alle politischen Fehlentscheidungen, Kriege, Umstürze,  und digitalen Fortschritt? Alles hängt mit allem zusammen, nichts ist wirklich planbar. Alles passiert, weil es passieren muss. Wenn man Glück hat trifft man mitunter richtige Entscheidungen, doch ein winziger Schritt in die falsche Richtung, kann fatale Folgen haben...Von der "Weißen Rose" über die Kuba Krise den Falklandkrieg bis hin zu Kulturrevolution, Pandemie und Klimawandel schlägt McEwan den großen Bogen eines ganzen Jahrhunderts. Es gibt Krieg und Frieden, Liebe und Verrat, große Glücksmomente und tragische Verwicklungen. Wie im Fieber rast man durch die Seiten, blättert wieder zurück, will kein Wort überspringen, keine Zeile verlieren. Ist froh und traurig zugleich, hofft und bangt und wünscht, dass es sich gut ausgeht. Will nicht dass es aufhört und sehnt doch das Ende herbei um endlich aufatmen zu können. Denkt noch lange darüber nach, nicht ohne sein eigenes Leben unter die Lupe zu nehmen.
Was für ein Buch! Ein Wahnsinn! Das braucht die Welt und jeder einzelne Leser!
Noch ein Buch des Jahres!
Lesen!
Unbedingt lesen!

Kaiserlicher Gossip.

Karen Duve:"Sisi" (Verlag Galiani Berlin) | 26.9.2022
Elisabeth, Kaiserin von Österreich-Ungarn war wohl die schönste Frau, die  Europa im 19. Jahrhundert zu bieten hatte. Und sie war wild, launisch und immer auf Krawall gebürstet. Nie vom Volk so verehrt wie oft behauptet, da sie eher bei ihren "Viechern" zu finden  war, als Gemälde zu enthüllen und lieber auf die Jagd ging, als sich bei Wohltätigkeitsveranstaltungen zu langweilen. Sie war mutig genug eine Cholera-Station zu besuchen und wiederum eine große Angsthäsin, die das Alter fürchtete und ab dreißig keine Porträts mehr von sich anfertigen ließ. Sie fühlte sich am wohlsten in einfacher Reitgarnitur  und war doch so eitel, dass sie beim Sprechen kaum den Mund öffnete, wegen ihrer nicht ganz weißen Zähne.    "Nuscheln" war en vogue und (wer weiß) verhinderte vielleicht so manche Streitigkeit bei Hofe, da nicht immer so ganz genau verstanden wurde, was gemeint war. Sisi tat alles um ihren Körper schön, jung und strahlend zu halten, riskierte aber ohne mit der Wimper zu zucken, ihr Leben bereitwillig für den kühnsten Sprung mit ihrem Lieblingspferd.  Sie war wohl die beste Reiterin ihrer Zeit - der viele Männer nicht das Wasser reichen konnten. Sie war liebevoll und grausam zugleich, konnte Verschwörungen für die Liebe anzetteln und Ränke dagegen schmieden. Und wehe, eine hübsche Nebenbuhlerin kam Majestät in die Quere...
Wow! DAS ist mal eine Sisi-Variation. Großartig erzählt, so unterhalsam und einzigartig, wie nur Frau Duve über die Frauen der Geschicht schreiben kann. So herrlich grotesk, mal erschreckend  und dann wieder herzerweichend und zum Brüllen komisch. Sehr bereichernd allemal und besser als jeder Film! Diese Sisi hätte Romy Schneider sicher noch lieber gespielt!
Lesen!
Unbedingt lesen"

Die Unzertrennlichen!

Alain Claude Sulzer:"Doppelleben" (Verlag Galiani Berlin) | 19.9.2022
Die Brüder Edmond und Jules Goncourt fühlen sich nach dem Tod der Mutter für immer gegenseitig verpflichtet. Um aufeinander aufzupassen, versagen sie sich den Stand der Ehe, teilen Haus und Garten, Geliebte und Freunde miteinander. Vermögend und ohne Sorgen widmen sie sich ganz den schönen Künsten. Jules malt, Edmond schreibt. Tagebücher und Gesellschaftsromane fließen unaufhörlich aus ihrer Feder. Auch Jules verlegt sich bald ausschließlich aufs Schreiben. Als ihre langjährige Hausangestellte stirbt und sie von deren Doppelleben erfahren, eine Parallelwelt aus Leid und Schmerz, Betrug und Prostitution verfassen die Brüder, erstaunt und fasziniert, einen einzigartigen Roman über die Welt der Unterschicht. Emile Zola, als einziger begeistert von solch offener, nahezu brutaler Bestandsaufnahme einer ihnen gänzlich fremden Lebensweise, erklärt den Roman zum eppochalen Werk, der den moderenen, literarischen Tendenzen Rechnung trägt. Jules erkrankt früh an Syphilis, wird nicht älter als neununddreißig Jahre und lässt einen ewig trauernden Bruder zurück. 1870 unterliegen die Franzosen den Preußen, der Krieg ist zu Ende doch Ränke zwischen den Pariser Kommunarden und regierungstreuen Truppen, lassen das Leben in und um Paris nicht zur Ruhe kommen. Es fehlt an allem und was nicht unbedingt lebensnotwendig ist, wird veräußert.  Dennoch gelingt es Edmond die Villa zu halten, den künstlerischen Schatz seines Bruders zu bewahren und zu seinen Ehren einen Literaturpreis zu stiften. Der Prix Goncourt ehrt noch heute den besten französichsprachigen Roman des Jahres.
Was für ein praller, kraftvoller Roman. Ein Zeit- und Sittenporträt des 19. Jahrhunderts von Flaubert bis Zola. Fein und elegant geschrieben, sehr erhellend und anhand der  "Goncourtschen" Tagebücher  von großer Wahrhaftigkeit. Ein literarischer Genuß!
Lesen!
Unbedingt lesen!

American Psycho light!

Lize Spit."Ich bin nicht da" (Verlag S. Fischer) | 14.9.2022
Es fängt alles ganz harmlos an. Ein Tattoo hinters Ohr gestochen, bringt Simon auf eine neue Idee von sich selbst. Den sicheren Job als Grafiker wirft er über Bord, um selbstständig "einzigartige Vorlagen zur Körperkunst"  zu entwerfen. Freundin Leo glaubt, Simon gut genug zu kennen um zu wissen, dass auch dieser Flitz schnell vorbeigeht. Von wegen! Täglich erfindet sich Simon neu, kreiert wirre Kunstwerke aus Linien und Punkten, taucht ab in einer Illusion, wird manisch depressiv und zieht alle und alles um ihn herum in ein schwarzes Loch. Nachdem die erste Psychose in einer Klinik behandelt wird, hofft Leo ihren alten Simon zurückzubekommen. Doch weit gefehlt. Noch während der Rekonvaleszenz,unter falscher Medikamentierung, dreht Simon erst richtig auf und dann völlig durch. Glaubt an eine große Verschwörung gegen ihn, sieht  überall Überwachungsameras, jeder Straßenarbeiter ist ein Spion auf Beobachtungsposten. Als die besten Freunde Eltern einer kleinen Tochter werden, wähnt Simon einen außerirdischen Angriff zum Zweck seiner Vernichtung. Der Wahnsinn nimmt seinen Lauf und lässt ihn einen kruden Plan schmieden...
Wie sehr Ereignisse aus Kindheit und Jugend prägen und was passieren kann, wenn immer alles nur verdrängt und geschluckt wird, liest sich hier nahezu vorbildlich. Irgendwann stehts einem bis zum Hals, will raus und manch einer hört  nicht mehr auf zu kotzen.
Krasses Ding! Nichts für sanfte Gemüter, werdende Eltern und Tierfreunde! Wer sich nicht vor gemeuchelten Katzen, entführten Säuglingen und unheilbringenden Steckdosen fürchtet,  sollte diesen "Versuch über die Psychologie eines Menschen" lesen!
Unbedingt lesen!